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RICHTIG ESSEN INSTITUT 18.2.1998

Vitamine - Übersicht


Vitamin Vorkommen Funktion Mangelerscheinungen*
Vitamin B1
(Thiamin)
Vollkornprodukte, Schweinefleisch, Innereien, Weizenkeime, Haferflocken, Hülsenfrüchte Vitamin B1 hat wichtige Funktionen im Kohlenhydratstoffwechsel und im Nervensystem Nervenentzündungen, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, Beriberi (eine Kombination aus Störungen des Nervensystems und der Herzfunktion)
Vitamin B2
(Riboflavin)
Milch und Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Fisch, Innereien Vitamin B2 ist notwendig für den Energiestoffwechsel beim Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren und wichtig für gesunde Haut und Schleimhäute Risse in den Mundwinkeln, Hautveränderungen, Wachstumsstörungen, Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit der Augen, glanzlose, brüchige Fingernägel
Vitamin B6
(Pyridoxin)
Vollkornprodukte, Gemüse, Leber, Kartoffeln, Bananen Vitamin B6 spielt eine wichtige Rolle im Eiweißstoffwechsel und bei der Blutbildung Appetitlosigkeit, Depression, Anämie, Wachstumsstörungen, Muskelschwund, Hautveränderungen, Krämpfe (bei Säuglingen)
Vitamin B12
(Cobalamin)
Leber, Fisch, Fleisch, Eier, Milch, Käse Vitamin B12 ist notwendig für die Blutbildung und beeinflußt Gehirnfunktionen Anämie, neurologische Veränderungen, Appetitlosigkeit, Veränderungen der Zungenschleimhaut
Niacin (Nicotinsäure) Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Pilze, Fisch, Fleisch, Innereien Niacin hat wichtige Funktionen im gesamten Stoffwechsel Hautentzündungen, Depressionen, Durchfall, Appetit- und Gewichtsverlust, Schwindel
Folsäure Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Vollkornprodukte, Leber Folsäure beeinflußt die Zellteilung, die Blutbildung und den Eiweißstoffwechsel Depressionen, Vergeßlichkeit, Schlafstörungen, Anämie, Schleimhautveränderungen im Mund und im Magen-Darm-Trakt
BiotinVollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Leber, Eigelb Biotin hat Funktionen im Eiweiß- und Fettstoffwechsel Mangelerscheinungen treten beim Menschen sehr selten auf, evtl. Hautveränderungen, Haarausfall, Depressionen
Pantothensäure in allen Lebensmitteln enthalten, besonders in Leber, Eigelb, Erbsen und Blumenkohl Pantothensäure beeinflußt den Energie- und Fettstoffwechsel Mangelerscheinungen sind beim Menschen sehr selten, evtl. Verhaltensstörungen, Kribbeln in Händen und Füßen
Vitamin C (Ascorbinsäure) Citrusfrüchte, schwarze Johannisbeeren, Paprika, Kartoffeln Vitamin C ist wichtig für den Bindegewebsstoffwechsel (Haut, Knochen, Zähne), für das Immunsystem, bei Erkältungsreaktionen und für die Verwertung von Eisen Müdigkeit, verminderte Widerstandskraft gegen Infektionen, verzögerte Wundheilung, Knochenschmerzen, Skorbut (Blutungen von Haut, Zahnfleisch und inneren Organen)
Vitamin A (Retinol) Leber, Butter, Eigelb, Milch, Lebertran; als Vorstufe (Carotin) u.a. in Karotten, Spinat, Grünkohl Vitamin A ist wichtig für das Wachstum, für den Sehvorgang, für Haut und Schleimhäute sowie für die Schilddrüsentätigkeit gestörtes Dämmerungssehen, Haut- und Schleimhautschäden, Wachstumsstörungen, Haarausfall
Vitamin D (Calciferol) Kann vom Körper bei genügender Lichteinwirkung selbst gebildet werden. Enthalten in Salzwasserfischen, Butter, Margarine, Eigelb, Lebertran Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel, schützt Knochen und Zähne vor Entkalkung bei Kindern: Rachitis (unzureichende Knochenverhärtung), bei Erwachsenen Begünstigung von Osteoporose (Entkalkung und Weichwerden der Knochen)
Vitmain E (Tocopherol) pflanzliche Öle, ölhaltige Samen, Weizenkeime, Haferflocken, Eier Schutz der ungesättigten Fettsäuren sowie der Zellwände vor Oxidation Mangelerscheinungen treten beim Menschen sehr selten auf, evtl. Störungen des Muskelstoffwechsels, verkürzte Lebensdauer der roten Blutkörperchen
Vitamin K (Phyllochinon) Leber, Blattgemüse, Milch, wird auch durch Darmbakterien gebildet Vitamin K ist unentbehrlich für die Blutgerinnung Verlängerung der Blutgerinnungszeit, erhöhte Blutungsneigung

*Mit einer vielseitigen und ausgewogenen Kost, die viel frisches Obst und Gemüse sowie Getreide und Vollkornprodukte enthält, nehmen wir normalerweise genügend Vitamine zu uns. Die meisten der genannten Vitaminmangelerscheinungen sind daher sehr selten geworden.